Aktuelle Interessens- und Forschungsschwerpunkte
Die Forschung von Caroline Graf beschäftigt sich mit der Rolle von Kultur für prosoziales Verhalten und Kooperation. Im Mittelpunkt stehen sowohl angewandte Fragestellungen zur Förderung von Verhaltensweisen mit gesellschaftlichem Nutzen, etwa im Bereich der Blutspende oder des Spendens für wohltätige Zwecke, als auch grundlegende Fragen dazu, wie soziale Normen durchgesetzt werden, wie kulturelle Merkmale weitergegeben werden und welche Motive Menschen dazu bewegen, fair zu handeln. Methodisch verbindet sie kulturvergleichende experimentelle Forschung mit der Analyse von Umfragedaten und greift dabei auf Ansätze aus der Psychologie, der Verhaltensökonomik und der kulturellen Evolution zurück. Ziel ihrer Forschung ist es, besser zu verstehen, unter welchen Bedingungen verhaltenswissenschaftliche Interventionen in unterschiedlichen kulturellen Kontexten wirksam sind.
Ausgewählte Publikationen
Gross, J., Graf, C., & Rossetti, C. S. (2026). The hidden costs of human cooperation. Trends in Cognitive Sciences, 30(4), 322-334. https://doi.org/10.1016/j.tics.2025.09.016
Graf, C., Pondorfer, A., & Schulz, J. (2025). Culture and gender differences in honesty. The Economic Journal, ueaf137. https://doi.org/10.1093/ej/ueaf137
Graf, C., Suanet, B., Wiepking, P., & Merz, E. M. (2023). Social norms offer explanation for inconsistent effects of incentives on prosocial behavior. Journal of Economic Behavior & Organization, 211, 429-441. https://doi.org/10.1016/j.jebo.2023.05.003