Medikamenten-Adhärenz bei Multimorbidität (MEM)

Menschen, die unter chronischen Mehrfacherkrankungen (Multimorbidität) leiden, sind mit verschiedensten Belastungen konfrontiert. Um mit diesen Belastungen umgehen zu können, ist eine Pharmakotherapie oftmals unabdingbar. In den meisten Fällen beschränkt sich die Therapie nicht nur auf die Einnahme eines Pharmazeutikums, sondern erfordert die Einnahme verschiedener Medikamente parallel (Polypharmazie). Die Einnahme der Medikamente gemäss Absprache mit dem Arzt / der Ärztin, Adhärenz, ist häufig zentral für eine erfolgreiche Behandlung von Multimorbidität. Jedoch ist das genaue Einhalten von Medikamentenverordnungen im Lebensalltag für die Betroffenen mit unterschiedlichsten Schwierigkeiten und Herausforderungen verbunden, denen sie nicht immer adäquat begegnen können. Zudem können konfligierende Ziele dazu führen, dass die Betroffenen ihre Medikamente manchmal nicht wie vereinbart einnehmen möchten. Die MEM-Studie untersucht alltagsnah, wann und, basierend auf Gesundheitsverhaltenstheorien, warum sich Personen non-adhärent verhalten. Zusätzlich steht das Zusammenspiel von Lebensqualität und Medikamenten-Adhärenz im Fokus. Aus den Ergebnissen des MEM-Projekts sollen Strategien zur Förderung von Adhärenz und Lebensqualität bei Multimorbidität abgeleitet werden.

Leitung

Kooperationspartner

Kompetenzzentrum Multimorbidität: Prof. Dr. med. Edouard Battegay, PD Dr. med. Lukas Zimmerli und Barbara Holzer (Universitätsspital Zürich)

Prof. Dr. Matthias Kliegel (Universität Genf)

Dr. Robert Tobias (Eawag)

Projektdauer

laufend (seit 2014)

Förderung

Eigene Mittel

Publikationen zu diesem Projekt

In Bearbeitung