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ReDy- Rethinking Depression Relapse: Modeling the Dynamic Interplay of Functioning, Depressive Symptoms, and Psychological Mechanisms

Projektleitung: Prof. Dr. phil. Birgit Watzke

Projektmanagement:  Dr. phil. Catalina Nuñez Barraza

Projektkoordinator: MSc Damien Doshi

Depressionen verlaufen oft wiederkehrend oder chronisch und stellen für viele Betroffene auch nach einer erfolgreichen Behandlung eine grosse Belastung dar. Rückfälle sind häufig und können langfristige Auswirkungen auf das Wohlbefinden, die Lebensqualität und die Alltagsfunktionen haben. Daher ist es wichtig, besser zu verstehen, wie sich ein Rückfall entwickelt und wie er frühzeitig erkannt und verhindert werden kann.

Das Projekt ReDy (Rethinking Dynamics of Depression Relapse) untersucht die Rolle der Alltagsfunktionalität, wie Arbeitsfähigkeit, soziale Teilhabe und die Bewältigung des täglichen Lebens, für die Aufrechterhaltung der Genesung nach einer Depression. Aktuelle Ansätze zur Rückfallprävention konzentrieren sich hauptsächlich auf depressive Symptome. Häufig bestehen jedoch auch nach der Behandlung Einschränkungen in der Alltagsfunktionalität fort. Diese könnten entscheidend dazu beitragen, ob Menschen langfristig gesund bleiben oder einen Rückfall erleiden.

Ziel des Projekts ist es, das dynamische Zusammenspiel zwischen Funktionsfähigkeit, depressiven Symptomen und psychologischen Prozessen im Alltag besser zu verstehen. Zu diesem Zweck werden 200 Personen, die eine Akutbehandlung wegen Depressionen erfolgreich abgeschlossen haben, über einen Zeitraum von zwölf Monaten begleitet. Während den ersten fünf Monaten füllen die Teilnehmenden mehrmals täglich kurze, Smartphone-basierte Fragebögen aus, um Veränderungen im Alltag zu erfassen. Darüber hinaus erstellen sie Sprachaufzeichnungen über positive und herausfordernde Alltagserlebnisse. Ebenfalls erfassen wir Daten über Aktivität und Schlaf mittels Smartwatch, um Verbesserungs- und Verschlechterungsmuster im Verhalten besser zu verstehen. Mithilfe fortschrittlicher statistischer Methoden werden diese Daten in der Studie analysiert, um individuelle Risikomuster und Warnzeichen für einen Rückfall zu identifizieren. Ein zentraler Bestandteil des Projekts ist die aktive Einbindung von Menschen mit eigener Erfahrung mit Depressionen durch Patient and Public Involvement (PPI). Ihre Perspektiven werden dazu beitragen, das Studiendesign zu gestalten, die Durchführbarkeit zu bewerten und die Interpretation der Ergebnisse zu leiten, um sicherzustellen, dass die Forschung für die Betroffenen relevant und sinnvoll bleibt.

ReDy möchte dazu beitragen, Rückfällen besser vorherzusehen und die Nachsorge nach einer Depression gezielter zu gestalten. Langfristig soll das Projekt helfen, die Stabilität der Genesung zu stärken und die Lebensqualität der Betroffenen nachhaltig zu verbessern.

Projektlaufzeit: 2026 – 2030
Projektförderung: Schweizerischer Nationalfonds (SNF)


Kooperationspartner:
Prof. Charles Driver, Psychologisches Institut,  Universität Zürich
Prof. Anja Frei, Institute for Epidemiology, Biostatistics and Prevention (EBPI) and Population Research Center (PRC),  Universität Zürich
Prof. Viktor von Wyl, Digital and Mobile Health at the Faculty of Medicine and Digital Society Initiative,  Universität Zürich.

Kontakt:

Wenn Sie interessiert sind und weitere Informationen wünschen, kontaktieren Sie uns bitte unter: redy@psychologie.uzh.ch

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