Forschungsprojekt
Development of Adolescents’ Metacognitive Control: Effects of Individual and Social Factors on Short-Term Fluctuations and Long-Term Development
Dieses Projekt wird durch einen Starting Grant des Schweizerischen Nationalfonds (SNF) gefördert und von Prof. Dr. Mariëtte van Loon geleitet, die seit Juli 2026 am Departement für Human Development, Universität Basel, tätig ist. Das Projekt bleibt bis 2028 weiterhin an der Universität Zürich affiliiert.
Projektbeschreibung
Das Projekt untersucht metakognitive Monitoringprozesse, also die Einschätzungen von Jugendlichen darüber, wie gut sie etwas wissen, sowie metakognitive Kontrollprozesse, also die Entscheidungen, die sie treffen, um ihr Lernen gezielt zu steuern und zu verbessern.
Durch das Monitoring und die Kontrolle der eigenen Kognition können Jugendliche ihr Lernen und Denken regulieren und optimieren. Die Metakognition entwickelt sich insbesondere während der Adoleszenz weiter, eine Phase, die durch zunehmende Selbstständigkeit und veränderte soziale Kontexte geprägt ist. Gleichzeitig zeigen sich deutliche interindividuelle Unterschiede in der Entwicklung dieser Fähigkeiten.
Ziel des Projekts ist es, metakognitive Prozesse in der Adoleszenz, deren kurzfristige Schwankungen sowie deren langfristige Entwicklung besser zu verstehen. Zudem wird untersucht, weshalb sich diese Fähigkeiten bei einigen Jugendlichen effektiver entwickeln als bei anderen, mit einem besonderen Fokus auf individuelle und soziale Einflussfaktoren.
Im Zentrum stehen dabei folgende Fragestellungen:
- Wie entwickeln sich metakognitive Monitoring- und Kontrollprozesse während der Adoleszenz?
- Wie stark variieren diese Prozesse kurzfristig innerhalb von Personen?
- Wie lassen sich metakognitive Monitoring- und Kontrollprozesse bei Jugendlichen zuverlässig messen?
- Welche Bedeutung haben metakognitive Fähigkeiten für schulisches Lernen?
- Wie hängen individuelle Unterschiede, einschliesslich kognitiver Fähigkeiten, mit der metakognitiven Entwicklung zusammen?
- Wie beeinflussen soziale Kontexte, insbesondere Klassen- und Peer-Umgebungen, metakognitive Prozesse?
- Wie können Jugendliche mit niedrigen metakognitiven Fähigkeiten identifiziert werden?
- Wie kann Metakognition gezielt gefördert werden?
Zur Beantwortung dieser Fragen werden aufgabennahe Messverfahren der Metakognition sowie längsschnittliche Forschungsdesigns eingesetzt. Die Datenerhebung erfolgt in Zusammenarbeit mit mehreren Schulen in verschiedenen Kantonen der Schweiz. Diese Schulen werden wiederholt besucht, um sowohl kurzfristige Schwankungen als auch langfristige Entwicklungsverläufe metakognitiver Fähigkeiten in authentischen Lernkontexten zu untersuchen.
Für Schülerinnen und Schüler, Lehrpersonen und Betreuungspersonen haben wir hier einige Ergebnisse zusammengefasst (Website funktioniert derzeit nur am Computer): metakognition.wixsite.com/langzeitstudie-metak
Das Team für metakognitive Entwicklung, Foto aufgenommen im Mai 2026
