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Klicken sie bitte hier um die Rückmeldung an die Teilnehmenden zu vorläufigen Ergebnissen herunterzuladen: PDF (PDF, 2 MB)

Die Entscheidungen, die wir in Bezug auf unsere Ernährung treffen, können einen erheblichen Einfluss auf unsere Gesundheit, die Umwelt und unser allgemeines Wohlbefinden haben. Zu verstehen, wie Menschen ihre Essensentscheidungen treffen und wie sich diese Entscheidungen im Laufe der Zeit entwickeln, ist daher von grosser Bedeutung. Vor diesem Hintergrund ist es das Ziel der Studie über Ernährungsgewohnheiten in der Schweiz (SES), die Veränderungen im Ernährungsverhalten der Schweizer Bevölkerung über einen längeren Zeitraum hinweg zu untersuchen.

Die Studie läuft über 2,5 Jahre (siehe Abbildung). Das Schweizer Kompetenzzentrum für Sozialwissenschaften (FORS) führt unter Anleitung der Universität Zürich fünf Befragungswellen im Abstand von sechs Monaten durch. Die ersten zwei Erhebungswellen wurden bereits umgesetzt.

ses-zeithorizont


Unser Ziel war es eine grosse Zahl an Teilnehmenden zu erreichen, die möglichst viele Schritte der Untersuchung durchläuft, um den Verlauf von Ernährungsentscheidungen besser nachvollziehen zu können.

Da die Befragung von nationaler Bedeutung ist, durfte die Stichprobe aus dem Stichprobenrahmen für Personen- und Haushaltserhebungen (SRPH) des Bundesamtes für Statistik gezogen werden https://www.bfs.admin.ch/bfs/de/home/grundlagen/volkszaehlung/volkszaehlung-teil-gesamtsystem/stichprobenrahmen.htmlDie Nutzung der Angaben in diesem Register ist geregelt über die Verordnung zur Durchführung von statistischen Erhebungen des Bundes (vom 30. Juni 1993, Art. 13c, Abs.2, Bst. d.)https://www.fedlex.admin.ch/eli/cc/1993/2100_2100_2100/de

Insgesamt wurden über 17.000 Personen in deutschsprachigen Kantonen kontaktiert, von denen etwa 4.500 an dem ersten Fragebogen in der Welle 1 teilgenommen haben. Ein Grossteil dieser Teilnehmenden war ansässig in Zürich und Bern (siehe Abbildung 1)

teilnehmende

Einflüsse auf Ernährungsentscheidungen

Die Teilnehmenden haben eine Reihe von Einflüssen auf ihre Ernährungsentscheidungen angegeben (Abbildung 2).

einflussfaktoren

Abbildung 2. Einflüsse auf Ernährung

So waren Lebensstil bezogene Aspekte die am häufigsten vertretenen Ernährungseinflüsse – gefolgt von Ernährungs-Intoleranzen und medizinischen Gründen. Rund ein Drittel aller Teilnehmenden gab an, keine Anpassung ihrer Ernährung durch solche Einflüsse vorzunehmen.
Neben diesen eher externen Einflüssen spielten auch persönliche Ziele, Werte und situationsbezogene Gründe eine wichtige Rolle bei alltäglichen Ernährungsentscheidungen (Abbildung 3). Wenn man die alltäglichen Ernährungsentscheidungen fokussiert, die durch die täglichen Kurzfragebögen erfasst wurden, lässt sich sehen, dass sich auch persönliche Gründe auf Ernährungsentscheidungen auswirken.

gründe

Verlangen nach einem bestimmten Gericht war typischerweise der Hauptgrund dieses Gericht auch zu essen. Einfachheit und Bezahlbarkeit waren ebenfalls wichtig für diese Entscheidungen. Ethische Überlegungen – etwa Sorgen um Tierleid oder ökologische Auswirkungen – spielten eine geringere, aber dennoch wichtige Rolle bei konkreten Essentscheidungen.    

Lebensmittel-Präferenzen

Die Teilnehmenden zeigten eine Präferenz für tierische Produkte wie Fleisch, Eier und Molkereiprodukte sowie für Obst und Gemüse (Abbildung 4). Alternative vegane Proteine wie Tofu, pflanzenbasierter Fleischersatz und ähnliche Produkte wurden eher neutral bewertet, wobei es eine nennenswerte Gruppe gab, die solche Produkte stark bevorzugt.

beliebtheit

Ernährungsziele

Neben diesen Präferenzen hatten Teilnehmende auch eine Vielzahl an Zielen bezüglich ihres Ernährungsverhaltens (Abbildung 5). So war es für die meisten Teilnehmenden relevant sich gesünder zu ernähren und nachhaltigere Lebensmittel zu kaufen. Für viele Teilnehmende war es zudem wichtig ihren Fleischkonsum und Konsum anderer tierischer Produkte wie Eier oder Molkereiprodukte zu reduzieren.

wichtigkeit