Evaluation verschiedener Ansätze adaptiven Testens

Kontaktperson

Dr. Rudolf Debelak
rudolf.debelak@psychologie.uzh.ch

Beschreibung

Eine praktische Anwendung der Item Response Theory (IRT) besteht im Einsatz computergestützter adaptiver Testverfahren in der psychologischen Fähigkeitsmessung. Bei klassischen Fähigkeitsmessungen erhalten alle Personen die gleichen Aufgaben zur Bearbeitung, wodurch Personen mit sehr hoher oder sehr niedriger Fähigkeit systematisch unter- bzw. überfordert werden und ihre Leistungsfähigkeit auch nur ungenau gemessen werden kann. Die Idee adaptiver Testverfahren besteht darin, das Leistungsniveau einer Person mit Hilfe von Methoden der IRT bereits während der Aufgabenbearbeitung zu messen und die Vorgabe der Aufgaben entsprechend anzupassen. Dadurch können genauere Messungen mit weniger Aufgaben, d.h. mit kürzeren Tests, erzielt werden. Es gibt mehrere Ansätze der adaptiven Testvorgabe. Das Ziel von Arbeiten in diesem Themenbereich ist es, verschiedene Varianten des adaptiven Testens mit gezielten Simulationsstudien in R zu vergleichen und zu bestimmen, unter welchen Umständen welche Variante von Vorteil ist. Da Arbeiten in diesem Themenbereich stark auf Methoden der IRT aufbauen, wird der vorherige Besuch des Seminars zu diesem Thema oder die Lektüre des unten genannten Lehrbuches empfohlen.

Lehrbuch zu IRT:
Strobl, C. (2012). Das Rasch-Modell - Eine verständliche Einführung für Studium und Praxis (2. erweiterte Auflage ed.). München, Mering: Rainer Hampp Verlag.

Einführungsartikel zu adaptivem Testen:
Meijer, R. R., & Nering, Michael L. (1999). Computerized adaptive testing: overview and introduction. Applied Psychological Measurement, 23, 187-194.