Themen für Bachelorarbeiten
Übersicht der Bachelorarbeitsthemen dieser Professur
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- Themenvergabe durch Präsenztermin
Betreuungsperson der Bachelorarbeit: Prof. Dr. L. ShanahanTermin: 14.9.2025
Zeit: 13:00
Raum: AND 4.19
offen:
Die Rolle des sozialen Umfelds bei Online-Viktimisierung durch sexuelle Übergriffe im Jugendalter
Beschreibung: Während die Forschung zur sexuellen Belästigung im digitalen Raum lange vorwiegend individuelle Risiko- und Schutzfaktoren in den Blick genommen hat, rückt zunehmend das soziale Umfeld Jugendlicher in den Fokus. Peers, Mitschauende und Familienmitglieder können das Risiko einer Viktimisierung erhöhen, etwa durch die Normalisierung sexualisierter Online-Kommunikation, den sozialen Druck zur Nutzung risikobehafteter Plattformen oder unzureichende elterliche Begleitung. Gleichzeitig gelten unterstützende Peer-Beziehungen, aktives Eingreifen durch Mitschauende sowie offene Kommunikation in der Familie als bedeutsame Schutzfaktoren. Der Forschungsstand dazu ist jedoch fragmentiert, und es fehlt bislang an integrativen Modellen, die das Zusammenspiel dieser sozialen Einflüsse systematisch abbilden. Ziel dieser Bachelorarbeit ist es, die Rolle verschiedener Bestandteile des sozialen Umfelds für Risiko und Schutz bei Online-Viktimisierung aufzuarbeiten und daraus Implikationen für sozial verankerte Präventions- und Interventionsansätze abzuleiten.
Hinweis: Die Arbeit kann auf Englisch oder Deutsch verfasst werden.
Dedkova, L., & Mylek, V. (2022). Parental mediation of online interactions and its relation to adolescents' contacts with new people online: The role of risk perception. Information, Communication & Society, 26(16), 3179?3196. https://doi.org/10.1080/1369118X.2022.2146985
Dolev-Cohen, M., Yosef, T., & Meiselles, M. (2024). Parental responses to online sexual grooming events experienced by their teenage children. European Journal of Investigation in Health, Psychology and Education, 14(5), 1311?1324. https://doi.org/10.3390/ejihpe14050086
Jones, L. M., Mitchell, K. J., & Turner, H. A. (2015). Victim reports of bystander reactions to in-person and online peer harassment: A national survey of adolescents. Journal of Youth and Adolescence, 44(12), 2308?2320. https://doi.org/10.1007/s10964-015-0342-9
Mullet, N., Espelage, D. L., & Ingram, K. M. (2024). Social networks and violence victimization and perpetration among youth: A longitudinal analysis. American Journal of Community Psychology, 73(1?2), 3?17. https://doi.org/10.1002/ajcp.12716
Kontakt: Lukas Eggenberger, E-Mail[ Einzelthema ]
Status: offen (erfasst / geändert: 29.06.2026)Präventionsprogramme für Personen mit erhöhtem Risiko für sexuelle Übergriffe im digitalen Raum: Ansätze zur Verhinderung von Tatbegehung
Beschreibung: Neben opferfokussierten Ansätzen widmet sich ein wachsendes Forschungsfeld der Prävention von Online-Sexualstraftaten durch die gezielte Ansprache von Personen mit erhöhtem Risiko, solche Verhaltensweisen zu begehen. Als zentrale Risikofaktoren gelten unter anderem deviante sexuelle Interessen, Schwierigkeiten in der Emotionsregulation, soziale Isolation sowie ein niedrigschwelliger Zugang zu Plattformen, über die Kontakt zu Minderjährigen möglich ist. Präventionsansätze reichen von anonymen Beratungsangeboten und Selbsteinweisungsprogrammen bis hin zu psychoedukativen Interventionen, die kognitive Verzerrungen und Empathiedefizite adressieren. Die Evidenzgrundlage ist jedoch schmal: Evaluationsstudien sind selten, und randomisiert-kontrollierte Studien fehlen weitgehend. Ziel dieser Bachelorarbeit ist es, den aktuellen Stand täterfokussierter Präventionsprogramme systematisch aufzuarbeiten, deren konzeptuelle Grundlagen und vorliegende Wirksamkeitsdaten zu diskutieren sowie ethische und praktische Herausforderungen bei der Erreichung dieser Zielgruppe zu beleuchten.
Hinweis: Die Arbeit kann auf Englisch oder Deutsch verfasst werden.
Gannoni, A., Voce, A., Napier, S., Boxall, H., & Thomsen, D. (2023). Preventing child sexual abuse material offending: An international review of initiatives. Research Report no. 28. Canberra: Australian Institute of Criminology. https://doi.org/10.52922/rr78764
Gouveia, C., Silva, T., Cunha, O., Seto, M. C., Maimone, S., & Caridade, S. (2026). A Systematic Review on the Effectiveness of Interventions for Individuals Who Have Committed Online Sexual Crimes Involving Children. Psychosocial intervention, 35, Article e260808. https://doi.org/10.5093/pi2025a16
Hillert, J., Haubrock, L. S., Dekker, A., & Briken, P. (2024). Web-Based Initiatives to Prevent Sexual Offense Perpetration: A Systematic Review. Current psychiatry reports, 26(4), 121?133. https://doi.org/10.1007/s11920-024-01489-1
Kontakt: Lukas Eggenberger, E-Mail[ Einzelthema ]
Status: offen (erfasst / geändert: 29.06.2026)Präventionsprogramme für Jugendliche zum Schutz vor sexuellen Übergriffen im digitalen Raum: Ansätze zur Verhinderung von Viktimisierung
Beschreibung: Die Zunahme sexueller Belästigung und Grooming von Kindern und Jugendlichen im digitalen Raum hat zu einem wachsenden Interesse an gezielten Präventionsmassnahmen geführt. Jugendliche sind aufgrund entwicklungsbedingter Faktoren besonders gefährdet: Eine erhöhte Sensibilität für soziale Belohnung, eine eingeschränkte Risikowahrnehmung und die zunehmende Normalisierung von Online-Beziehungen erhöhen die Anfälligkeit für manipulative Strategien seitens von Peers und Erwachsenen. Präventionsprogramme zielen darauf ab, die digitale Medienkompetenz zu stärken, manipulative und übergriffige Kommunikationsmuster zu erkennen sowie Fähigkeiten zur Ablehnung und zur Hilfesuche zu fördern. Die Qualität der Evidenz variiert jedoch erheblich. Ziel dieser Bachelorarbeit ist es, den aktuellen Forschungsstand zu opferfokussierten Präventionsansätzen systematisch aufzuarbeiten, deren theoretische Grundlagen und evaluierte Wirksamkeit zu diskutieren und Implikationen für die Entwicklung entwicklungsgerechter, empirisch fundierter Programme abzuleiten.
Hinweis: Die Arbeit kann auf Englisch oder Deutsch verfasst werden.
Wurtele, S. K., and Kenny, M. C. (2016) Technology-Related Sexual Solicitation of Adolescents: A Review of Prevention Efforts. Child Abuse Review, 25(5), 332?344. https://doi.org/10.1002/car.2445
Gámez-Guadix, M., Almendros, C., Calvete, E. and De Santisteban, P. (2018), Persuasion strategies and sexual solicitations and interactions in online sexual grooming of adolescents: Modeling direct and indirect pathways. Journal of Adolescence, 63(1), 11-18. https://doi.org/10.1016/j.adolescence.2017.12.002
Gámez-Guadix, M., Mateos-Pérez, E., Alcázar, M. A., Martínez-Bacaicoa, J., & Wachs, S. (2023). Stability of the online grooming victimization of minors: Prevalence and association with shame, guilt, and mental health outcomes over one year. Journal of Adolescence, 95(8), 1715?1724. https://doi.org/10.1002/jad.12240
Kontakt: Lukas Eggenberger, E-Mail[ Einzelthema ]
Status: offen (erfasst / geändert: 29.06.2026)
vergeben:
- Status: (erfasst / geändert: 05.07.2019)
Prospektive Zusammenhänge von Cannabiskonsum in der Jugend und psychotischen Symptomen
- Status: (erfasst / geändert: 04.07.2019)
Prädiktoren und Konkordanz von Schulnoten und standardisierten Leistungstests zur Messung von akademischer Leistung
- Status: (erfasst / geändert: 04.07.2019)
Inwieweit stimmen selbstberichteter Drogenkonsum und Drogenmetabolitdaten aus haartoxikologischen Analysen in normativen Stichproben überein?
- Status: (erfasst / geändert: 04.01.2019)
Welche Faktoren prädizieren den Gebrauch und Missbrauch von Opioiden unter jungen Menschen in den USA?
- Status: (erfasst / geändert: 04.01.2019)
Längsschnittliche Zusammenhänge von körperlicher Aktivität/sitzendem Verhalten und depressiver Symptomatik im Kindes- und Jugendalter
- Status: (erfasst / geändert: 13.07.2018)
Substanzgebrauch bei europäischen Jugendlichen mit einem Migrationshintergrund
- Status: (erfasst / geändert: 13.07.2018)
Schulverbundenheit, Beziehungsqualität mit Lehrpersonen und Substanzgebrauch bei Jugendlichen
- Status: (erfasst / geändert: 04.01.2018)
Metabolisches Syndrom und erhöhte Entzündungswerte und ihr Einfluss auf kognitive Funktionen und Schulleistungen im Kindes- und Jugendalter
- Status: (erfasst / geändert: 04.01.2018)
Längsschnittliche Zusammenhänge von akademischer Kompetenz und depressiver Symptomatik im Kindes-und Jugendalter
- Status: (erfasst / geändert: 11.12.2017)
Elterliche Depressionen und die späteren Schulleistungen ihrer Kinder im Jugendalter
- Status: (erfasst / geändert: 11.12.2017)
Elterliche Depressionen und das spätere Gesundheitsverhalten und die körperliche Gesundheit ihrer Kinder im Jugendalter
- Status: (erfasst / geändert: 11.12.2017)
Der Einfluss von Peer-Viktimisierung in der Adoleszenz auf die Entwicklung von Ängsten
- Status: (erfasst / geändert: 11.12.2017)
Depressive Symptome und Freundschaftsbeziehungen im Jugendalter
- Status: (erfasst / geändert: 13.07.2017)
Die Qualität sozialer Beziehungen und die Entwicklung der Selbstregulation im Jugendalter
- Status: (erfasst / geändert: 13.07.2017)
Der Zusammenhang des Selbstkonzepts mit depressiven Symptomen bei Kindern und Jugendlichen
- Status: (erfasst / geändert: 13.12.2016)
Die Prävalenz der Kindes-Vernachlässigung durch Eltern und andere Betreuungspersonen
- Status: (erfasst / geändert: 13.12.2016)
Titel: Vernachlässigung in der Kindheit und Kognition und Psychische Gesundheit im Erwachsenenalter
- Status: (erfasst / geändert: 13.12.2016)
Sexuelle Misshandlung im Kindesalter und der Verlauf der Pubertät bei Mädchen
- Status: (erfasst / geändert: 13.12.2016)
Retrospektive und Prospektive Erhebungen von Stressvollen Erfahrungen in der Kindheit: Prävalenzschätzungen und Prädiktionen vom gesundheitlichen Befinden im Erwachsenenalter