Psychologisches Institut – Klinische Psychologie und Psychotherapie

Zahnbehandlungsangst und -phobie

Was ist Zahnbehandlungsangst und -phobie?

Viele Menschen gehen mit einem angespannten Gefühl zum Zahnarzt und bei einigen Menschen sind Zahnarztbesuche mit grossem Stress verbunden. Wenn die Angst vor der Zahnbehandlung sehr stark ausgeprägt ist, liegt eine Zahnbehandlungsphobie vor. Als Folge der extremen Angst vor der Zahnbehandlung vermeiden manche Menschen daher selbst dringend nötige Behandlungen, suchen während Jahren keinen Zahnarzt auf und werden erst durch starke Schmerzen zum Zahnarztbesuch genötigt. Häufig äussern diese den Wunsch, sich nur unter Narkose behandeln zu lassen, weil alles andere unvorstellbar geworden ist. Die Zahnbehandlungsphobie ist eine Angsterkrankung und wird zu den spezifischen Phobien gezählt. Es handelt sich dabei um eine ähnliche Erkrankung wie z.B. die Flugangst, die Höhenangst oder die Angst vor Tieren. Auch bei diesen Erkrankungen besteht eine starke Angst vor einer bestimmen Situation oder einem bestimmten Objekt.

Wie kann man Zahnbehandlungsangst und -phobie behandeln?

Bei der Behandlung von Ängsten und Phobien haben sich verhaltenstherapeutische Ansätze als sehr wirksam erwiesen. Bei diesen Behandlungsansätzen werden mit dem Patienten zusammen geeignete Bewältigungsstrategien im Umgang mit den Angstsymptomen erarbeitet. Eine Technik, welche hierzu häufig verwendet wird, ist die sogenannte «systematische Desensibilisierung». Mit diesem Verfahren wird der schrittweise Abbau von starken Angstreaktionen erzielt, indem der Patient schrittweise – in der Vorstellung oder in der Realität – an angstauslösende Situationen (z.B. Bohren, Spritze) herangeführt wird. Mittels Entspannungstechniken lernt der Patient sich auch in angstbesetzten Situationen zu beruhigen oder sich an angstauslösende Reize zu gewöhnen. Ebenso werden negative Vorerfahrungen und beunruhigende Gedanken im Zusammenhang mit Zahnbehandlungen thematisiert. Ziel ist es, die innere Haltung und den Umgang mit den Angstsymptomen zu verändern. Die Patienten machen schrittweise die Erfahrung, dass Zahnbehandlungen wieder erträglich und gut durchführbar werden.

Unser Angebot

Das oben beschriebene Behandlungsangebot findet in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde, sowie mit verschiedenen Privatzahnärzten statt. Falls Patienten bereits bei einem externen Zahnarzt in Behandlung sind, wird am Ambulatorium für kognitive Verhaltenstherapie und Verhaltensmedizin in der Regel nur die verhaltenstherapeutische Angstbehandlung durchgeführt, die zahnmedizinische Behandlung kann beim Privatzahnarzt weitergeführt werden. Die psychotherapeutische Behandlungsdauer variiert je nach Ausprägung der Angst normalerweise zwischen ca. 8-15 Sitzungen. Die ersten 2 Gespräche finden am Ambulatorium für kognitive Verhaltenstherapie und Verhaltensmedizin statt. Hier wird die Therapie genau besprochen und anschliessend ein erster Kontakt mit dem Zahnarzt bzw. der Dentalhygienikerin hergestellt. Das Angebot für Zahnbehandlungsangst und -phobie wird von Dr. phil. Ursula Galli (Fachpsychologin für Psychotherapie FSP) und Dr. med. dent. et. lic. phil. René Krummenacher (Zahnarzt SSO und ZGZ und Psychologe) durchgeführt.

Vorgehen

Sie können per Mail oder per Telefon (044 63 45275) einen Termin für ein Erstgespräch (in der Regel innerhalb von ein bis zwei Wochen) mit Frau Dr. phil. Ursula Galli oder Herrn Dr. med. dent. et. lic. phil. René Krummenacher vereinbaren. Im Erstgespräch werden die individuellen Probleme und Anliegen sowie die Möglichkeiten einer psychotherapeutischen Behandlung besprochen. Informationen zu unseren Tarifen finden Sie hier.

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