Positive Interventionen – Empirische Studien zur Steigerung der Lebenszufriedenheit

Hintergrund

Ein zentrales Thema der Positiven Psychologie ist die Entwicklung und Erforschung von sogenannten Positiven Interventionen, d.h. Trainingsprogramme oder bewusste Aktivitäten, welche die Kultivierung von positiven Emotionen, positiven Verhaltensweisen oder positiven Kognitionen zum Ziel haben, um dadurch das Wohlbefinden zu steigern (Sin & Lyubomirsky, 2009).

Im Rahmen dieses Projekts entwickeln und evaluieren wir solche Interventionen zu ausgewählten Konstrukten der Positiven Psychologie (z.B. Verspieltheit, Humor, Vergnügen, Engagement, Sinn, Beziehungen oder persönlichen Errungenschaften) und untersuchen deren Auswirkungen auf das Wohlbefinden.

Eine Reihe von Studien konnte bislang zeigen, dass Interventionen, die in dieser Tradition entstanden sind, tatsächlich das Wohlbefinden von Menschen verbessern und negative Aspekte menschlichen Erlebens, wie etwa Depressivität, reduzieren können (siehe Bericht).

Ziele des Projekts

Das aktuelle Projekt, das eine Weiterführung des von 2011-2015 geförderten Projekts SNF Positive Interventionen darstellt, hat zum Ziel grundlegende Wirkmechanismen Positiver Interventionen zu untersuchen, mehr über die Bedingungen in Erfahrung zu bringen, unter denen solche Interventionen wirksam sind und Interventionen zu bisher weniger berücksichtigten Merkmalen (wie Humor und Verspieltheit) zu evaluieren.

Die Interventionen richten sich hauptsächlich (aber nicht ausschliesslich) an Personen, die zwar nicht unzufrieden mit ihrem Leben sind, aber dennoch Verbesserungspotential sehen und ihre Stärken weiter ausbauen möchten.

Das aktuelle Projekt soll Beiträge zur Grundlagenforschung (z.B. grundlegende Wirkungsmechanismen Positiver Interventionen) als auch für die Praxis relevante Beiträge leisten können. Letzteres zum Beispiel dahingehend, wie man Interventionen am besten gestaltet (in welchem Umfang, von welcher Dauer usw.), um eine optimale Wirkung auf das Wohlbefinden der TeilnehmerInnen erzielen zu können.

Kontakt: Dr. Fabian Gander