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Drift Diffusion Model als Erklärungsansatz bei wertorientierten Entscheidungen

Jeden Tag machen wir Hunderte von kleinen Entscheidungen. Es beginnt am Morgen, wenn wir entscheiden, welche Socken wir tragen sollen und endet am Abend, wenn wir das TV-Programm studieren. Viele dieser Entscheidungen treffen wir automatisch, einige sind komplizierter, und wieder andere unterscheiden sich in der Wichtigkeit, jedoch ist allen gemeinsam, dass die Entscheidungen unter Zeitdruck getroffen werden müssen.  Diese Entscheidungen unterliegen einem Trade-off zwischen limitierter Zeit einerseits und weiterer Informationssuche anderseits. Ein bekanntes Modell welches Entscheidungsfindung unter Zeitdruck erklären kann ist das Drift-Diffusion Model. Dieses Modell nimmt an, dass bei dichotomen Entscheidungen solange Informationen akkumuliert werden, bis die Schwelle einer Option übertreten wird, was dann zum Entscheid führt.

Bis heute wurde dieses Modell v.a. bei perzeptuellen  Entscheidungen (z.B.: Bewegen sich die Punkt nach rechts oder links?) erfolgreich eingesetzt. Es liegt aber nahe, dass auch bei wertorientierten Entscheidungen (z.B.: Nehme ich das grüne oder das blaue T-Shirt?) die gleichen kognitiven Prozesse wirken und deshalb mit dem Drift Diffusion Model beschrieben werden können. Anhand einer Literaturrecherche soll ermittelt werden, inwieweit diese Annahme schon empirisch überprüft wurde.

Literatur:

  • Ratcliff, R., & McKoon, G. (2008). The Diffusion Decision Model: Theory and Data for Two-Choice Decision Tasks. Neural computation, 20(4), 873-922.
  • Krajbich, I., Lu, D., Camerer, C., Rangel, A. (2012). The attentional drift-diffusion model extends to simple purchasing decisions. Frontiers in Psychology 3(193), 1-18.

Betreuung: M.Sc. Christiane Baumann, c.baumann@psychologie.uzh.ch