Psychobiologische Einflussfaktoren in der Schwangerschaft

Psychobiologische Einflussfaktoren während der Schwangerschaft und deren Auswirkungen auf die bakterielle Zusammensetzung der kindlichen Darmflora und der Muttermilch


Update zu den aktuellen Massnahmen im Zusammenhag mit COVID-19: Alle Termine werden als Hausbesuche und unter strikter Einhaltung der Schutzmassnahmen durchgeführt.

Während einer Schwangerschaft ist die werdende Mutter mit unterschiedlichen biologischen, psychologischen wie auch sozialen Veränderungen konfrontiert. Solche vorgeburtlichen Einflüsse können die Entwicklung des ungeborenen Kindes beeinflussen. Um allfällige Langzeitfolgen solcher pränataler Einflussfaktoren untersuchen zu können, beschäftigen sich immer mehr Wissenschaftler mit dem ersten kindlichen Stuhlgang, dem Mekonium. Im Mekonium, beziehungsweise in dessen Bakterienprofil, spiegelt sich nämlich die in utero Darmbesiedlung des Kindes und somit auch die Bedeutung der mütterlichen Einflussfaktoren wider.

Pränatale Einflussfaktoren wirken sich weiter auch auf das Bakterienprofil der Muttermilch aus. Dieses ist insofern wichtig, als dass die Brustmilch die erste Nahrung für das Kind darstellt und so, nebst den Nährstoffen, auch wichtige Bakterien zum kindlichen Darmtrakt transferiert werden. Die Nahrungszufuhr über das Stillen stellt demnach eine Schlüsselfunktion in der adäquaten bakteriellen Besiedlung des Darms, in der Reifung des Immunsystems sowie des Stoffwechsels dar.

Ziel der Studie
Das Ziel der vorliegenden Studie liegt darin, ein besseres Verständnis für die Besiedlung des Kinderdarms durch entsprechende Bakterien zu erlangen. Zusätzlich zu den Darmbakterien wird auch die Zusammensetzung der ersten Muttermilch untersucht. Sowohl die Bakterien im Darm als auch die in der Muttermilch werden von unterschiedlichen Faktoren beeinflusst. Im Fokus dieser Studie stehen dabei das Stresserleben, die Ernährungsweise und der Schlaf der werdenden Mutter. Anhand von diesen Einflussfaktoren möchten wir schliesslich versuchen zu verstehen, wie sich die Bakterienprofile, im Kinderdarm und in der Muttermilch, entwickeln und verändern können. Ausserdem möchten wir untersuchen, inwieweit sich Stresshormone in der Muttermilch finden lassen


Für diese Studie suchen wir Frauen, die:

  • zwischen 18 und 45 Jahre alt sind
  • am Beginn des dritten Schwangerschaftsdrittels sind
  • auf natürlicher Art schwanger wurden
  • nur mit einem Kind schwanger sind (keine Mehrlingsschwangerschaften)
  • medizinisch gesund sind
  • im Unispital Zürich oder Kantonsspital Baden entbinden wollen
  • keine gynäkologischen Vorerkrankungen haben (z.B. Endometriose, polyzystische Ovarien)
  • europäischer Herkunft sind und gute Deutschkenntnisse besitzen
     

Die Teilnahme beinhaltet einen ungefähr einstündigen Labortermin am Psychologischen Institut in Oerlikon. Dort werden die Teilnehmerinnen einige Fragebögen ausfüllen, die Körpergrösse und das Gewicht gemessen und Informationen zum weiteren Ablauf der Studie gegeben. In der Zeit zwischen dem Laborbesuch und der Geburt werden die Teilnehmerinnen gebeten, Speichelproben zu sammeln, eine kurze Ernährungs-App zu bearbeiten wie auch online einige psychologische Fragebögen zu beantworten. Nach der Geburt erfolgt schliesslich die Probenentnahme vom ersten Baby-Stuhlgang und am vierten Tag eine kleine Menge Brustmilch. Alle Daten, die erhoben werden, werden verschlüsselt und vertraulich behandelt.


Als Dankeschön fürs Mitmachen erhalten alle Teilnehmerinnen ein Geschenkpaket mit Mutter-Kind-Produkten unserer Sponsoren im Wert von 150 CHF. Nach Abschluss der Studie werden Ihnen zudem die Studienresultate rückgemeldet.


Falls wir Ihr Interesse für diese spannende Studie wecken konnten, freuen wir uns über Ihre Kontaktaufnahme. Das Studienteam ist sowohl über E-Mail als auch per Telefon erreichbar.


M.Sc. Nadia Deflorin
mikrobiom@psychologie.uzh.ch
+41 44 635 73 53


Wir freuen uns auf Ihre Nachricht und bedanken uns für Ihr Interesse,
das Studienteam

M. Sc. Nadia Deflorin, Dr. phil. Rita Amiel Castro, Prof. Dr. rer. nat. Ulrike Ehlert