Frauengesundheit 40+

Projektleitung: Prof. Dr. Ulrike Ehlert, Serena Fiacco, MSc, Laura Mernone, MSc, Elena Gardini, MSc

Projektlaufzeit: Seit Juni 2017

 

Projektbeschreibung

„Ist es warm hier drin?“

Frauen ab 40 Jahren werden früher oder später mit hormonellen Veränderungen konfrontiert. Diese Umstellung ist ein natürlicher Prozess gesunder Entwicklung. Bei einem Grossteil der Frauen machen sich die hormonellen Veränderungen jedoch in spezifischen Symptomen bemerkbar. Bei manchen der Frauen zeigen sich Hitzewallungen oder nächtliche Schweissausbrüche, sogenannte vasomotorische Symptome. Andere fühlen sich in die Pubertät zurückversetzt, bemerken Veränderungen im Gewicht und besonders eine Zunahme des Bauchumfanges, unreinere Haut oder brüchiges Haar. Wieder andere stellen Veränderungen in der psychischen Verfassung fest, fühlen sich lustloser, weniger unternehmungsfreudig oder müder. Klassischerweise werden diese Symptome dem Abfall des Östrogenspiegels der Frau zugewiesen, welche im Wegfall der monatlichen Blutung endet, sprich der Menopause.

Ob wir nun von Menopause, Klimakterium oder der Abänderung sprechen, wir bezeichnen mit all diesen Begriffen eine Phase grosser Veränderung im Leben einer jeden Frau. Damit spielen neben den endokrinen (hormonellen) Veränderungen und dem Wegfall der reproduktiven Funktion, auch psychologische und soziale Faktoren eine wichtige Rolle.

In der Studie Frauengesundheit 40+ soll daher auf die verschiedensten Facetten des Lebens einer Frau zwischen 40 und 75 Jahren ein Augenmerk gelegt werden und sie in den Zusammenhang mit gesundem Altern stellen. Um dies zu erreichen, wird unter anderem ein umfassendes Hormonprofil aus im Speichel und im Blut vorkommenden Hormonen erstellt. Dabei nehmen Sexualhormone, Stresshormone, aber auch entzündungsregulierende Parameter eine zentrale Rolle ein. Des Weiteren werden Gesundheitsmasse wie die Körperzusammensetzung (Muskel- bzw. Fettmasse) erfasst und in Beziehung mit den endokrinen Parametern gestellt. Nicht zuletzt sollen psychologische und soziale Konstrukte, wie der selbst eingeschätzte Gesundheitszustand, die subjektive Qualität von Beziehungen oder der Sexualität uns helfen, eine Gesundheitsdefinition für die Frau zwischen 40 und 75 Jahren zu finden bzw. empirisch zu stützen.

 

Das Projekt Frauengesundheit 40+ wird als Teilstudie des Universitären Forschungsschwerpunktes "Dynamik gesunden Alterns" der Universität Zürich durchgeführt (Forschungsbereich Psychologie, Gesundheit und Lebensqualität).

Publizierte Literatur:
Mernone, L., Fiacco, S., Ehlert, U. (2019).
Psychobiological factors of sexual functioning in aging women - findings from the Women 40+ Healthy Aging Study. Frontiers in Psychology, 10, 546.