Hintergrundinformationen

Angststörungen zählen nicht nur weltweit, sondern auch in der Schweiz zu den häufigsten psychischen Erkrankungen. Nicht selten führen solche Ängste zu einer starken Einschränkung im Beruf und Privatleben. Die Angst vor dem Tram fahren, vor Tunneln oder vor dem Fliegen kann dazu führen, dass jemand diese Situationen vermeidet und in seiner Beweglichkeit und Unabhängigkeit zunehmend eingeschränkt wird. Sich ständig darüber Sorgen zu machen, dass einem selbst oder einem Angehörigen etwas zustossen könnte, geht nicht selten damit einher, dass kaum Zeit für anderes als das gedankliche Kreisen bleibt. Daher scheint ein funktionaler Umgang mit Ängsten für das menschliche Dasein unabdingbar.

Angst ist häufig auch mit körperlichen Beschwerden wie Herzrasen, Schwindelgefühlen, Übelkeit oder Atemnot verbunden, die für die Betroffenen sehr belastend sein können. Personen, die von solchen ausgeprägten Ängsten betroffen sind, erkennen zwar meist selbst, dass die Angst unbegründet oder übertrieben ist, können sich jedoch nicht selbst daraus befreien. Die vorliegende Studie setzt genau an diesem Punkt an und versucht mittels einer für Sie unentgeltlichen und effektiven Psychotherapie, die nachfolgend näher beschrieben wird, sowohl die Beschwerden als auch das Wohlbefinden und die Lebensqualität von Betroffenen zu verbessern.

Dem aktuellen Forschungsstand zufolge gilt die Kognitive Verhaltenstherapie (KVT) als eine der effektivsten Behandlungen zur Reduktion der aktuellen Angstsymptomatik. Dennoch profitieren leider nicht alle Patienten gleich gut von dieser Therapiemethode. Aus diesem Grund ist es wichtig, individuelle Faktoren zu untersuchen, die mit einer erfolgreichen Behandlung zusammenhängen. Diese Prädiktoren können unter Umständen bereits zu Beginn der Behandlung erhoben werden. Im Rahmen unserer Studie sollen Patienten mit Angststörungen (z.B. soziale Angststörung, spezifische Phobie, generalisierte Angststörung, Panikstörung, etc.) mit einer bereits erprobten und effektiven KVT behandelt werden, damit schlussendlich ein gutes Vorhersagemodell für die Wirksamkeit einer Psychotherapie entwickelt werden kann. Die Studie wird unter Einhaltung der nationalen Gesetzgebung und international anerkannter Richtlinien durchgeführt und wurde durch die zuständige Kantonale Ethikkommission bewilligt.