MASP - Master of Advanced Studies in Psychoanalytic Psychotherapy

Was ist MASP?

Der MASP ist ein postgradualer vierjähriger berufsbegleitender Studiengang mit akademischer Zwischen- und Abschlussprüfung, den die Universität Zürich seit Beginn des Jahres 2004 als offizielles Masterprogramm anerkennt. Das postgraduale Studium steht Absolventen eines vollen Psychologie- oder Medizinstudiums offen. Die Namen „executive Master“ und „Nachdiplomstudiengang“ sind ebenfalls im gleichen Kontext gebräuchlich.

Zur Geschichte

Dieser postgraduale vierjährige berufsbegleitende Studiengang wurde – im Anschluss an eine vorgängige modulare Phase von ein- bis zweijährigen Studiengängen - an unserer Abteilung bereits seit vielen Jahren angeboten und mit einem Zertifikat abgeschlossen, das den universitären Weiterbildungsrichtlinien entspricht. Die Fachstelle für Weiterbildung der Universität Zürich hat die Entwicklung des Curriculums unterstützt. Das universitäre Zertifikat, das wir den Absolventen vor der MAS-Anerkennung vergeben konnten, entspricht zugleich den Richtlinien der Föderation der Schweizer PsychologInnen (FSP) und erfüllt die Bedingungen einer integralen Psychotherapieweiterbildung, Basis für die Praxisbewilligung bei der kantonalen Gesundheitsdirektion.

Curriculum und Durchführung

Das Curriculum ist durchgegliedert und inhaltlich differenziert aufgebaut, mit Offenheit für neue Inhalte. Selbsterfahrung und Supervision sind neben den curricularen Inhalten wesentlich. Auf der Ebene der Dozentenwahl, der Supervision, der Selbsterfahrung und von Weiterbildungstagungen praktizieren wir die Zusammenarbeit mit den Zürcher psychoanalytischen Weiterbildungsinstituten (Freud-Institut, psychoanalytisches Seminar PSZ). Unser postgraduales Angebot richtet sich auf psychoanalytische Psychotherapie. Wir streben für die Zukunft eine Kooperation an, die sich mit dem Psychoanalyse-Weiterbildungsangebot der psychoanalytischen Institute organisch verbinden lässt.

Aktuelle Situation und zukünftige Entwicklung

Der erfolgreiche Abschluss eines Psychologie- oder Medizinstudiums ist für die Zulassung zum MASP-Programm Voraussetzung, psychoanalytisches Vorwissen nicht zwingend, aber wünschbar. Das Studium der Psychologie an der Universität Zürich (es gibt 14 Lehrstühle) umfasst derzeit ein auf acht Semester berechnetes Grund- und Hauptstudium. Der Lehrstuhl für Klinische Psychologie, Psychotherapie und Psychoanalyse mit angeschlossener psychotherapeutischer Praxisstelle ist einer von drei klinischen Lehrstühlen (neben einem kognitiv-behavioral und einem neuropsychologisch ausgerichteten). Psychoanalytisches Wissen wird im Grundstudium im Rahmen der zwischenprüfungsrelevanten Vorlesung über psychische Störungen und einem Methodenpropädeutikum angeboten. Nach erfolgreicher erster und zweiter Zwischenprüfung kann der Studierende das viersemestrige psychoanalytische Vertiefungsprogramm wählen, das bei uns in Zürich Schwerpunkte hat wie klinische Narrativik, Video-, Gesprächs- und Fallanalyse. Interdisziplinärer Austausch im Rahmen der Kompetenzzentren für Gerontologie und Hermeneutik und dem Forum für Philosophie und Sozialwissenschaften – dort gibt es ebenfalls Lehr- und Weiterbildungsangebote - findet regulär statt. Im Wintersemester 2005/6 soll die neue dreistufige Studienordnung - Bachelor – Master – Executive Master – nach dem Bologna-Modell in Kraft treten. Dann wird das jetzt schon bestehende MASP-Programm mit dem European Credit Transfer System (ECTS) verknüpft sein.

Immatrikulation an der Universität Zürich

Neu ist für alle Teilnehmer ab Wintersemester 2005/2006 mit dem Beginn der Weiterbildung eine reguläre Immatrikulation an der Universität Zürich als Weiterbildung-Studierende verbunden. Dies bedeutet eine geringfügige Erhöhung der Studiengebühren und ermöglicht allen MASP-Teilnehmenden die Nutzung der Legitimationskarte und der universitären Infrastrukturen wie den Bibliotheken, dem ASVZ, den reduzierten Mensakosten und einem Accesskonto für Email-Benutzer bis zum Abschluss der vier Jahre dauernden Theoriekurse.