Psychologisches Institut

 

Klinische Psychologie mit Forschungsschwerpunkt Psychotherapie affektiver Störungen (Prof. Martin Grosse Holtforth)

Die Professur für Klinische Psychologie mit Forschungsschwerpunkt Behandlung affektiver Störungen wird vom Schweizerischen Nationalfonds (SNF) finanziert und beschäftigt sich mit der Erforschung von depressiven Störungen und deren Behandlung.

Depressionen gehören zu den häufigsten psychischen Problemen mit weltweit zunehmender Tendenz. Sie verursachen starkes persönliches Leiden und erhebliche Gesundheitskosten. Obwohl es bereits effektive Behandlungsmassnahmen für Depressionen gibt, werden viele depressive Patienten selbst nach einer erfolgreichen Therapie wieder rückfällig.

Unser übergeordnetes Ziel ist es, psychotherapeutische Interventionen dahin gehend zu verbessern, dass sie eine nachhaltigere Linderung depressiver Symptome und einen stabileren Schutz vor depressiven Rückfällen erreichen. Dabei wird angenommen, dass eine Psychotherapie sowohl an expliziten (bewussten) als auch an impliziten (automatischen) Prozessen der Informationsverarbeitung angreifen muss, um solche nachhaltigen Effekte zu erreichen. Die Expositionsbasierte Kognitive Therapie (Exposure-Based Cognitive Therapy, EBCT) setzt an beiden Prozessen an, in dem sie Prinzipien der Angsttherapie (Exposition) mit bewährten Behandlungsprinzipien der Depression (Kognitive Therapie) kombiniert.

In unserer Arbeit werden wir verschiedene Varianten der EBCT miteinander vergleichen, um zu einer optimalen Umsetzung der Interventionen zu gelangen. Genauere Analysen der individuellen Therapieverläufe sollen zu einem besseren Verständnis der zugrunde liegenden Veränderungsmechanismen führen und weitere Ansatzpunkte für mögliche Verbesserungen aufzeigen. Um grundlegende Annahmen über explizite und implizite Prozesse weiter zu überprüfen, werden wir ausserdem begleitende psychologische Untersuchungen an verschiedenen depressiven und nicht-depressiven Personengruppen durchführen.

Mit unseren Untersuchungen versuchen wir somit auf mehreren Ebenen, wesentliche Beiträge zu einer nachhaltigeren Behandlung von Depressionen zu leisten.

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