Psychologisches Institut – Klinische Psychologie (Psychotherapie affektiver Störungen)

Fragebögen (zum freien Download)

Übersicht

Kognitiv-Behaviorale Vermeidungsskalen (KBVS)

Die KBVS (Originalversion: Ottenbreit & Dobson, 2004; deutsche Übersetzung mit Genehmigung der AutorInnen: Roethlin et al., in press) misst vom Patienten berichtetes Vermeidungsverhalten. Sie ist damit abzugrenzen von Fragebogen zur Analyse Motivationaler Schemata (FAMOS, Grosse Holtforth & Grawe, 2002) und dem Inkongruenzfragebogen (INK, Grosse Holtforth, Grawe, & Tamcan, 2004) die in ihren Vermeidungsskalen die Intensität und das Wahrwerden von Vermeidungszielen erfassen.

Vermeidung kann sich auf die eigene Person oder den Umgang mit anderen Personen beziehen. Ausserdem kann sich die Vermeidung gedanklich oder im Verhalten äussern. Daraus ergeben sich vier Skalen: kognitiv-nicht-soziale Vermeidung (KNSOZ; z.B. „Ich schaffe es nicht, an Leistungszielen dranzubleiben, die ich mir selbst gesetzt habe.“), behavioral-nicht-soziale Vermeidung (BNSOZ; z.B. „Ich vermeide, neue Aktivitäten auszuprobieren, bei denen ich versagen könnte.“), kognitiv-soziale (KSOZ; z.B. „Ich sitze Spannungen in meinen Beziehungen aus und hoffe, dass sie wieder vorbei gehen.“) und behavioral-soziale Vermeidung (BSOZ, z.B. „Ich erfinde oft irgendwelche Entschuldingungen, um aus Aktivitäten mit anderen Leuten herauszukommen.“).

Literatur:

Das Berner Inventar für Therapieziele (BIT)

Welche Ziele definieren Psychotherapiepatienten für ihre Behandlung? Wie lassen sich diese ordnen? Wie können Therapieziele einfach und effizient erfasst werden? Zur Beantwortung dieser Fragen wurden ein Kategoriensystem und eine Checkliste zur Erfassung von Therapiezielinhalten als Bestandteile des Berner Inventars für Therapieziele (BIT) entwickelt. Das BIT besteht aus zwei Teilen: der Taxonomie für Therapiezielinhalte (BIT-T) und der Therapiezielcheckliste (BIT-C). Die BIT-T wurde durch die statistisch zusammengefassten Sortierungen von Therapiezielinhalten 300 ambulanter Psychotherapiepatienten durch 22 praktisch tätige Psychotherapeuten entwickelt, empirisch überprüft und anhand von Therapiezielen zusätzlicher ambulanter und stationärer Patienten weiterentwickelt. Die BIT-C wurde durch die Umformulierung der Unterkategorien der BIT-T in Fragebogenitems konstruiert, anhand der Daten von 128 zukünftigen stationären Psychotherapiepatienten überprüft und überarbeitet.

Literatur:

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