Projekt: Werteorientierung, Zeitperspektive und Alter
In diesem Projekt befassen wir uns mit der Frage, unter welchen Bedingungen Personen ihre Werte als Orientierungspunkte für ihr Handeln und Entscheiden heranziehen. Werte, wie sie durch Selbstauskunft erhoben werden, sind im Allgemeinen nur schwach mit tatsächlichem Handeln verbunden. Wir untersuchen die Hypothese, dass Werten eine stärkere Bedeutung bei Prozessen der Lebensplanung (im jüngeren Erwachsenenalter) und der Lebensrückschau (im höheren Erwachsenenalter) zukommt. Diese Annahme bringen wir in Verbindung mit Unterschieden in der Zeitperspektive: eine entfernte Zeitperspektive auf Ereignisse oder Entscheidungen sollte gegenüber einer nahen Zeitperspektive die Relevanz von Werten unterstützen. In diesem Projekt verwenden wir zum einen Vignetten mit potentiell werterelevanten Situationen und zum anderen behaviorale Masse, um den Einfluss der experimentell induzierten oder vorhandenen Zeitperspektive auf die Wichtigkeit von Werten zu untersuchen.
Dipl.-Psych. Johannes O. Ritter
Prof. Dr. Alexandra M. Freund
