Psychologisches Institut – Angewandte Psychologie: Life-Management

Projekt: Von der Schule an die Universität: Berufspläne von Maturand/innen


(gefördert durch die Jacobs Stiftung)

Was beeinflusst die Entscheidung für oder gegen eine Universitätsausbildung? Wir nehmen an, dass zwei Faktoren in der bisherigen Forschung vernachlässigt wurden, nämlich das Ausmass, in dem eine Universitätsausbildung eine Passung mit (1) den Lebensplänen und (2) der Geschlechtsrollenorientierung der Jugendlichen aufweist. Obgleich beide Geschlechter Zugang zur Universitätsausbildung haben, entscheiden sich vermutlich insbesondere Mädchen mit traditioneller Geschlechtsrollenorientierung seltener für eine akademische Ausbildung, insbesondere dann, wenn sie eine relativ zügige Familiengründung planen. Im Gegensatz dazu sollten für die Entscheidung männlicher Maturanden weniger familiäre Lebenspläne als vielmehr das (Nicht)Vorhandensein ehrgeiziger Karriereziele prädiktiv sein. Das Konzept der Geschlechtsrollenorientierung soll in diesem Projekt um seine implizite (unbewusste) Manifestation erweitert werden, da wir annehmen, dass selbst bei Mädchen mit explizit egalitärem Geschlechtsrollenkonzept implizite Stereotype akademischen Ambitionen entgegenwirken können.

Prof. Dr. Bettina S. Wiese
Prof. Dr. Alexandra M. Freund

Projektmitarbeiter: Dr. phil. Martin Dobricki (ehemaliger Mitarbeiter)
Studentische Mitarbeiterinnen: Nicole Feller

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