Was ist Glück? Zu wollen, was wir haben, oder zu haben, was wir wollen?
von Dipl.-Psych. Maida Mustafic

Die Studie ergab, dass beide Perspektiven – zu wollen, was man hat, und zu haben, was mal will – für das persönliche Glücksempfinden eine Rolle spielen. Darüber hinaus fanden die Forscher, dass Menschen umso glücklicher sind, je mehr sie die Dinge wollen, die sie auch tatsächlich haben. Desweiteren trägt es nicht zum persönlichen Glück bei, einfach nur irgendwelche Dinge haben zu wollen oder Dinge zu besitzen. Dinge tatsächlich haben zu wollen, die man auch hat, scheint den grössten Anteil an unserem Glücksempfinden. Also: Wenn Sie das Fitnessgerät, das sich in Ihrem Besitz befindet, auch tatsächlich haben wollen, dann sind sie glücklicher, als wenn Ihnen an diesem Gerät nur wenig liegt.
Es würde Ihnen aber gar nichts bringen, ein grösseres oder mehr Fitnessgeräte zu besitzen. Interessanterweise ergab die Studie nämlich auch, dass die Menge des Besitzes an Dingen, die man will, nicht zum Glücksempfinden beiträgt. Mit anderen Worten: Solange man nur diejenigen Dinge will, die man hat, ist das Glücksempfinden unabhängig von der Menge dieser Dinge. Sie sollten also nicht unbedingt anstreben, sich von allem, was Sie gerne besitzen, immer mehr und mehr anzueignen. Wichtiger scheint zu sein, dass man auch tatsächlich seine Besitztümer zu schätzen weiss. Vielleicht kann ein regelmässiger, wertschätzender Blick auf die Dinge, die Sie haben, ja ein klein wenig zu Ihrem Glück beitragen?
Quelle: Larsen, J. T. , & McKibban A. R. (2008). Is Happiness Having What You Want, Wanting What You Have, or Both? Psychological Science, 19(4), 371–377.
