Psychologisches Institut – Angewandte Psychologie: Life-Management

Dr. phil. Jana Nikitin

Oberassistentin

Kontakt

J. Nikitin


Dr. phil. Jana Nikitin
Universität Zürich
Psychologisches Institut
Angewandte Psychologie: Life-Management
Binzmühlestrasse 14/11
CH-8050 Zürich
Telefon:
Fax:
E-Mail:
Büro:
Sprechstunde:
++41 44 635 72 02
++41 44 635 72 09
nikitin@psychologie.uzh.ch
BIN 3.A.22
nach Vereinbarung


Aktuelle Interessens- und Forschungsschwerpunkte


Kurzcharakterisierung der Forschung

Ob sich Personen an etwas Erwünschtes annähern oder etwas Unerwünschtes vermeiden wollen, gehört zu den grundlegenden Unterscheidungen in der Motivationspsychologie. So kann man auch in zwischenmenschlichen Beziehungen entweder Annäherung suchen (Annäherungsmotiv) oder Ablehnung vermeiden (Vermeidungsmotiv). In meiner Forschung untersuche ich die Annahme, dass eine gleichzeitige Betrachtung des Annäherungs- und Vermeidungsmotivs für das Erleben und Verhalten in sozialen Situationen einen zusätzlichen Erklärungswert hat, der über die Effekte der jeweils einzeln betrachteten motivationalen Tendenzen hinausgeht.

Neben der Wechselwirkung der beiden Motive interessiere ich mich um die Frage ihrer Entwicklung über das Erwachsenenalter. Soziale Motive sollten im jungen Erwachsenenalter – einer Phase, in der neue soziale Rollen aufgenommen und neue Beziehungen geknüpft werden müssen – eine wichtige Rolle spielen. Im Gegensatz dazu nimmt die Erweiterung des eigenen sozialen Netzwerkes im höheren Erwachsenenalter an Wichtigkeit ab. Soziale Motive sollten daher für das soziale Erleben und Verhalten im jüngeren im Vergleich zum höheren Erwachsenenalter eine wichtigere Rolle spielen.

Eine weitere Frage der Entwicklung der sozialen Motivation im Erwachsenenalter ist das Zusammenspiel von sozialen Motiven und Zielen. Kongruenz zwischen Motiven und Zielen ist eine wichtige Bedingung des emotionalen und physischen Wohlbefindens. Ich vertrete die Annahme, dass ältere Menschen sowohl ein grösseres motivationales Potential als auch mehr Freiheit haben, um motivkongruente Ziele zu verfolgen.


Zentrale aktuelle Publikationen

Freund, A. M., Riediger, M., & Nikitin, J. (in press). Successful aging. In R. M. Lerner, A. Easterbrooks, & J. Mistry (Eds.), Comprehensive handbook of psychology: Volume 6: Developmental psychology. New York, NY: Wiley.
Bowers, E. P., Gestsdottir, S., Geldhof, G. J., Nikitin, J., von Eye, A., & Lerner, R. M. (2011). Developmental trajectories of intentional self regulation in adolescence: The role of parenting and implications for positive and problematic outcomes among diverse youth. Journal of Adolescence, 34, 1193-1206. doi: 10.1016/j.adolescence.2011.07.006.
Nikitin, J., & Freund, A. M. (2011). Age and motivation predict gaze behavior for facial epxressions. Psychology and Aging, 26, 695-700. doi: 10.1037/a0023281.
Nikitin, J., & Freund, A. M. (2010). A motivational perspective on reactions to emotional faces. In A. Freitas-Magalhaes (Ed.). Emotional expression: The brain and the face (Vol. 2, pp. 85-108). Oporto, Portugal: University Fernando Pessoa Press.
Nikitin, J., & Freund, A. M. (2010). When wanting and fearing go together: The effect of co-occurring social approach and avoidance motivation on behavior, affect, and cognition. European Journal of Social Psychology, 40, 783-804.
Freund, A. M., Nikitin, J., & Ritter, J. O. (2009). Psychological consequences of longevity: The increasing importance of self-regulation in old age. Human Development, 52, 1–37
Nikitin, J., & Freund, A. M. (2008). The role of social approach and avoidance motives for subjective well-being and the successful transition to adulthood. Applied Psychology: An International Review, 57, 90–111.
Nikitin, J. (2008). When wanting and fearing go together: The interplay of social approach and avoidance motivation. Online-publizierte Dissertation, Universität Zürich.

Hier finden Sie das vollständige Schriftenverzeichnis


Beruflicher Werdegang

Seit 2011Mitglied der Faculty von LIFE (The Life Course: Evolutionary and Ontogenetic Dynamics)
Seit 2009Oberassistentin an der Fachrichtung «Angewandte Psychologie: Life-Management» des Psychologischen Insituts der Universität Zürich
2008–2009 Post-Doc bei Prof. Alexandra M. Freund an der Fachrichtung «Angewandte Psychologie: Life-Management» des Psychologischen Instituts der Universität Zürich
2008Promotion
2005–2008 Doktorandin und Assistentin bei Prof. Alexandra M. Freund an der Fachrichtung Angewandte Psychologie des Psychologischen Instituts der Universität Zürich
2004–2005 Assistentin bei Prof. Urs Schallberger and der Abteilung Angewandte Psychologie des Psychologischen Instituts der Universität Zürich
2003 Lizenziat der Philosophischen Fakultät I der Universität Zürich in Hauptfach Psychologie, 1. Nebenfach Psychopathologie des Kindes- und Jugendalters, 2. Nebenfach Kriminologie
2000 Praktikum im Schulpsychologischen Dienst Volketswil und Wallisellen, Schweiz.
1993–1997 Studienunterbruch wegen Mutterschaft
1993 Zulassungsausweis für ausländische Studienbewerbende durch die Rektorenkonferenz der Schweizer Universitäten (CRUS), Fribourg, Schweiz.
1991 Abitur (Mittelschulabschluss) Prag, Tschechische Republik.


Preise und erworbene Drittmittel

2010–2012Forschungsbeitrag des Schweizer Nationalfonds (SNF) für das Projekt «Social Approach and Avoidance Motivation – The Role of Age»
2009Jahrespreis der Universität Zürich für die Dissertation «When Wanting and Fearing Go Together: The Interplay of Social Approach and Avoidance Motivation»
2006 Forschungsbeitrag der Stiftung Suzanne und Hans Biäsch für die Promotion in Angewandter Psychologie mit dem Projekt «Motivational Determinants of Social Competence»
top
Mobile Ansicht | Klassische Ansicht | EN