EEG- und Neurofeedback-Labor


Unser EEG-Labor bei der Forschungsarbeit!

Die Elektroenzephalografie (EEG) wird seit den 1920er-Jahren in der neurologischen und in der neuropsychologischen Forschung zur Messung der elektrischen Aktivität des Gehirns durch Aufzeichnung der Spannungsschwankungen an der Kopfoberfläche eingesetzt. Mit Hilfe dieser Messungen können wir untersuchen, wie das menschliche Gehirn Sprache und akustische Signale verarbeitet oder welche Spuren im Gehirn ein chronischer Tinnitus oder das Erlernen einer neuen Sprache hinterlässt.

Die aufgezeichneten Daten können von uns mittels diverser etablierter Auswertungsmethoden (ereignis-korrelierte Hirnpotentiale, Quellenschätzung, Zeit-Frequenz-Analysen, Microstate-Analysen, Wavelet-Analysen, topographische Dissimilarität etc.) analysiert werden. Dieses Verfahren ist nicht invasiv und für die Teilnehmenden ohne jegliche Risiken. Für unsere Messungen verwenden wir ein 128-Kanal-System der Firma Biosemi und eine abgeschirmte Kammer der Firma Diatec.

Unser Neurofeedback-System ist seit kurzem in Betrieb!

Neurofeedback zeichnet sich durch die Messung, Analyse und Modulation von Gehirnströmen in Echtzeit aus. Ähnlich dem Modell der operanten Konditionierung wird beim Verfahren des Neurofeedbacks das Auftreten präferierter Hirnwellenmuster mittels unterschiedlicher visueller oder akustischer Reize („Feedbacks“ wie Spiele, Filme, Musik) verstärkt und unerwünschte Hirnwellenmuster reduziert.

Basierend auf dem aktuellen Forschungsstand und eigenen Daten entwickeln wir in unserem Labor spezifische, auf Quellenschätzung basierende, Neurofeedbackprotokolle. Die Quellenschätzung in Echtzeit erlaubt es uns, im Gegensatz zu herkömmlichen Neurofeedbackverfahren, die fraglichen Hirnregionen und -netzwerke präzise anzusteuern und zu modulieren. Die dazu notwendige Hard- und Software wird von der Firma Eeginfo ( Homepage) entwickelt. In Forschung und Entwicklung dieser Methode arbeiten wir mit Eeginfo eng zusammen.